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Sicher während der Auslandsentsendung – ein Thema mit vielen Facetten

Am 13.02.2019 fand das vierte Info- und Networking Event von TAYORI in Düsseldorf statt.

Gastreferent Torsten Lehmacher, Geschäftsführer der TL Kapitalmanagement GmbH, gab den Teilnehmerinnen und Teilnehmern einen Einblick in das Thema „Sicher während der Auslandsentsendung“ und beantwortete u.a. folgende Fragen:

  • Welchen Status haben Ausländer mit Arbeit in Deutschland?
  • Welcher Versicherungsschutz ist notwendig, welcher ratsam?
  • Was beinhaltet die Fürsorgepflicht des Arbeitgebers gegenüber seinen Angestellten?
  • Worauf ist zu achten, wenn Mitarbeiter kurz- oder langfristig ins Ausland entsendet werden?

Personalabteilungen sehen sich bei der Beschäftigung von Ausländern mit diversen Problemfeldern konfrontiert, wie dem Steuer- bzw. Lohnsteuerrecht, dem Sozialversicherungsrecht, dem Arbeitsrecht, dem Aufenthaltsrecht und weiteren Meldepflichten.

Verantwortlichkeiten auf den ersten Blick oft nicht offensichtlich

Doch gerade bei Entsendungen, bei denen der Entsandte nach wie vor Mitarbeiter des (japanischen) Mutterhauses bleibt, sind die Verantwortlichkeiten auf den ersten Blick oft nicht offensichtlich und müssen von Fall zu Fall geprüft werden, z.B.

  • Ist der Mitarbeiter in die örtliche Organisation der Tochtergesellschaft eingebunden?
  • Trägt die Tochtergesellschaft den Arbeitslohn oder müsste sie ihn tragen?

Aus der Beantwortung dieser Fragen ergeben sich erste Hinweise, welchen Status ein Ausländischer Arbeitnehmer in Deutschland hat, welche Verpflichtungen das empfangende Unternehmen in Deutschland treffen und welche Implikationen dies für z.B. die Kranken- und Sozialversicherung hat.

Auch „Alltagsprobleme“ haben großen Auswirkungen – Was kann man tun?

Neben eher „technischen“ Fragen, wie den oben genannten, spielen aber auch die kleineren oder größeren Probleme des alltäglichen Lebens sowohl für Arbeitnehmer als auch für Arbeitgeber eine Rolle.

Zusätzlich zu den sprachlichen Barrieren sehen sich viele japanische Expats und ihre Familien im Alltag mit diversen weiteren Herausforderungen konfrontiert, wie Problemen im Haushalt (z.B. Schimmel, Verkalkungen, Wasserschäden), Fragen zum Thema Gesundheit (medizinische Versorgung/ Ärzte) oder zur Sicherheit (Verkehrsunfälle, Schutz vor Diebstahl, Einbruch o.ä.). Gerade die Lösung dieser alltäglichen Probleme kann mit erheblichen Kosten und Zeitaufwand verbunden sein.

Hierbei ist nicht nur zu beachten, dass ein Arbeitgeber gegenüber seinen Mitarbeitern gewisse Fürsorgepflichten hat, deren Umfang jedoch oft nicht klar definiert ist, sondern auch die Tatsache, dass mit solchen Themen auch ein großer Betreuungsaufwand verbunden ist, der je nach Unternehmensgröße für ein Unternehmen intern nur schwer zu realisieren ist.

Somit liegt die Empfehlung nahe, verschiedene Service- und Versicherungspakete anzubieten und im Rahmen von Entsendevereinbarungen zum festen Bestandteil des Prozesses zu machen, wie

  • Haftpflicht in Deutschland und für Dienstreisen oder Entsendungen
  • Reisekrankenversicherungen und Krisenservices
  • Vollumfängliche Kostenerstattung bei Ärzten am ständigen Einsatzort
  • Wohnungsinhaltsversicherungen und Schutzbriefe

Wir bedanken uns herzlich bei Herrn Lehmacher und bei den Teilnehmerinnen und Teilnehmern für Ihren Besuch und Ihre rege Beteilung an der Diskussion und hoffen, Sie auch beim nächsten Mal wieder begrüßen zu dürfen!